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Montag, 22-09-2025_ST_WED

Arbeitsplatz-Umgebungen

Moderne IT-Arbeitsplätze können lokal im Unternehmen oder extern in Rechenzentren bzw. Cloud-Umgebungen betrieben werden.

Grundformen:

  • Klassischer PC-Arbeitsplatz
  • Thin Client
  • Zentrale Rechenzentren (lokal oder extern)

Thin Client

Ein Thin Client ist ein Endgerät mit minimaler eigener Rechenleistung.

Merkmale:

  • Kaum lokale Datenverarbeitung
  • Anwendungen laufen zentral auf einem Server
  • Zugriff meist über Remote-Desktop-Technologien

Vorteile:

  • Geringe Hardwarekosten
  • Zentrale Administration
  • Hohe Sicherheit (keine lokalen Daten)

Nachteile:

  • Abhängigkeit vom Netzwerk
  • Server muss ausreichend dimensioniert sein

On-Premises vs. Off-Premises (Cloud)

On-Premises

IT-Infrastruktur befindet sich:

  • Im eigenen Unternehmen
  • Auf dem Firmengelände
  • Unter direkter Kontrolle der Organisation

Vorteile

  • Volle Kontrolle über Systeme und Daten
  • Hohe Datensouveränität
  • Keine direkte Abhängigkeit vom Cloud-Anbieter

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten (CAPEX)
  • Eigene Wartung und Administration
  • Skalierung erfordert neue Hardware

Off-Premises / Cloud

Infrastruktur befindet sich:

  • Beim externen Dienstleister
  • In dessen Rechenzentrum
  • Zugriff über das Internet oder gesicherte Leitungen

Vorteile

  • Nutzungsabhängige Kosten (OPEX-Modell)
  • Hohe Skalierbarkeit
  • Wartung und Updates durch Anbieter

Nachteile

  • Abhängigkeit vom Anbieter
  • Abhängigkeit von stabiler Internetverbindung
  • Datenschutz- und Compliance-Anforderungen

Rechenzentren

Unterscheidung:

  • Lokales Rechenzentrum (im Unternehmen)
  • Externes Rechenzentrum (Cloud-Anbieter)

Ein Rechenzentrum stellt bereit:

  • Server
  • Speicher
  • Netzwerkkomponenten
  • Klimatisierung
  • Ausfallsicherheit

Virtuelle Arbeitsumgebungen

DaaS – Desktop as a Service

  • Virtuelle Desktop-Umgebung als Cloud-Dienst
  • Kein eigener physischer Desktop notwendig
  • Zugriff über Internet

Typisch für:

  • Homeoffice
  • Internationale Standorte

RDS – Remote Desktop Services

  • Sitzungsbasiertes Modell
  • Mehrere Nutzer teilen sich ein Serverbetriebssystem
  • Anwendungen laufen zentral

Merkmal:

Kein eigener vollständiger virtueller Desktop pro Nutzer.


VDI – Virtual Desktop Infrastructure

  • Jeder Nutzer erhält eine eigene virtuelle Maschine
  • Eigenes Desktop-Betriebssystem pro Anwender
  • Zentrale Verwaltung im Rechenzentrum

Vorteile:

  • Individuelle Konfiguration
  • Hohe Sicherheit
  • Gute Skalierbarkeit

Fachliche Einordnung

On-Premises und Cloud sind Bereitstellungsmodelle.
DaaS, RDS und VDI sind Umsetzungsformen virtueller Arbeitsplatzumgebungen.

Thin Clients werden häufig in:

  • RDS-Umgebungen
  • VDI-Umgebungen
  • DaaS-Szenarien

eingesetzt.


Prüfungsfokus (AP1)

  • Unterschied On-Premises vs. Cloud erklären können
  • Thin Client definieren können
  • DaaS, RDS und VDI unterscheiden
  • Vor- und Nachteile gegenüberstellen
  • Kostenmodell (CAPEX vs. OPEX) einordnen

Diese Grundlagen sind relevant für:

  • IT-Infrastruktur
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
  • IT-Sicherheit
  • Systemkonzepte