Skip to content

Montag, 18-08-2025_ST_WED

2.1 Einführung in die IT am Arbeitsplatz

In modernen Arbeitsumgebungen sind IT-Kenntnisse grundlegende Voraussetzung für Fachkräfte im IT-Bereich.
Neben technischen Aufgaben gehören auch organisatorische und wirtschaftliche Aspekte zur täglichen Arbeit.

Beim Einsatz von IT-Systemen müssen berücksichtigt werden:

  • Technische Anforderungen
  • Wirtschaftlichkeit und Effizienz
  • Ergonomie und Gesundheitsschutz
  • Sicherheitsanforderungen (z. B. Zugriffsschutz)
  • Datenschutz (z. B. DSGVO-Konformität)

2.1.1 Grundfunktionen der Datenverarbeitung

Ziele der Datenverarbeitung

  • Schnelle Verarbeitung großer Datenmengen
  • Automatisierung wiederkehrender Routinetätigkeiten
  • Optimierung von Arbeitsprozessen
  • Unterstützung durch Assistenz- und Entscheidungs­systeme
  • Schnellere Informationsverfügbarkeit
  • Verbesserte Kommunikation und Vernetzung
  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit

EVA-Prinzip (prüfungsrelevant)

Grundprinzip der Datenverarbeitung:

Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe

Beispiel:

  • Eingabe: Tastatureingabe eines Betrags
  • Verarbeitung: Berechnung der Mehrwertsteuer
  • Ausgabe: Anzeige des Endpreises

Erweiterung in der Praxis:

Häufig wird das EVA-Prinzip um Speicherung ergänzt (EVAS), da Daten meist dauerhaft oder temporär gespeichert werden.

AP1-Hinweis:
Das EVA-Prinzip ist ein klassisches Grundlagenkonzept und wird regelmäßig abgefragt.


2.1.2 Mindestanforderungen an ein IT-System

Ein funktionsfähiges IT-System benötigt mindestens:

  1. Eine Zentraleinheit
  2. CPU
  3. RAM
  4. Mainboard

  5. Zwei Peripheriegeräte

  6. Eingabegerät (z. B. Tastatur)
  7. Ausgabegerät (z. B. Monitor)

Erst durch diese Kombination ist eine Interaktion mit dem System möglich.

Hinweis:
Ein Massenspeicher ist für produktiven Betrieb praktisch notwendig, zählt aber nicht zwingend zur absoluten Minimaldefinition.


2.1.3 Zentrale Bestandteile eines Computers

Komponente Funktion
Zentraleinheit Steuerung und Koordination aller Abläufe
CPU (Prozessor) Führt Rechen- und Logikoperationen aus
RAM (Arbeitsspeicher) Temporäre Speicherung laufender Programme und Daten
Eingabegeräte Erfassen Benutzerbefehle
Ausgabegeräte Stellen Verarbeitungsergebnisse dar
Massenspeicher Dauerhafte Datenspeicherung
Externe Speicher Datensicherung und Archivierung

Wichtig:

  • RAM ist flüchtig (Daten gehen ohne Strom verloren).
  • Massenspeicher ist nicht-flüchtig (persistente Speicherung).

2.1.4 Konfiguration von IT-Systemen

Definition (AP1-relevant):

Konfiguration bezeichnet die gezielte Zusammenstellung und Abstimmung von Hardware- und Softwarekomponenten entsprechend dem vorgesehenen Einsatzzweck.

Beispiele:

  • Büroarbeitsplatz
  • Grafik- oder CAD-Arbeitsplatz
  • Server-System
  • Embedded-System (z. B. IoT-Gerät)

Wichtige Kriterien:

  • Kompatibilität der Komponenten
  • Leistungsanforderungen
  • Betriebssystem-Unterstützung
  • Schnittstellen und Erweiterbarkeit
  • Energieverbrauch
  • Budgetvorgaben

Konfiguration ist immer zweckgebunden.


Prüfungsfokus (AP1)

  • EVA-Prinzip sicher erklären können
  • Unterschied zwischen RAM und Massenspeicher kennen
  • Mindestanforderungen eines IT-Systems benennen
  • Definition „Konfiguration“ korrekt wiedergeben
  • Komponenten ihren Funktionen zuordnen

Diese Grundlagen sind Voraussetzung für spätere Themen wie Netzwerke, Betriebssysteme, IT-Sicherheit und Systemarchitektur.