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Mittwoch, 2025-07-09_Datenbanken_POG

Datenbanken – Grundlagen

Thema: Datenbank-Grundlagen, Relationale Modelle, ER-Modell, Normalisierung
Art: Unterricht / Mitschrift
Quelle: Unterricht am BFW Mühlenbeck (POG)

  • https://fi-wiki.de/
  • Tests mit Stift und Papier

Definition und Zweck von Datenbanken

  • Eine Datenbank ist eine strukturierte Sammlung von Daten zu einem bestimmten Thema oder Zweck.
  • Sie ermöglicht zugriffsgesteuerten Zugriff auf gespeicherte Daten.
  • Sie gewährleistet Datensicherheit und kontrollierte Manipulation.
  • Relationale Datenbanken verhindern Redundanzen und sichern die Datenkonsistenz.

Relationale vs. NoSQL-Datenbanken

Relationale Datenbanken (RDBMS)

  • Speicherung in Tabellen mit festen Strukturen
  • Arbeiten mit Primär- und Fremdschlüsseln
  • Geeignet für klar strukturierte Daten mit festen Beziehungen
  • Beispiele:
  • MySQL
  • MariaDB
  • PostgreSQL
  • Oracle

NoSQL-Datenbanken

  • Flexible, nicht-tabellarische Modelle
  • Geeignet für große, unstrukturierte oder stark skalierende Datenmengen

Typen:

  • Dokumentenbasiert (z. B. MongoDB)
  • Key-Value (z. B. Redis)
  • Graphdatenbanken (z. B. Neo4j)

Zentrale Begriffe im relationalen Modell

  • Entität: Reales Objekt oder Konzept
    Beispiel: Kunde, Bestellung, Produkt

  • Attribut: Eigenschaft einer Entität
    Beispiel: Name, E-Mail, Geburtsdatum

  • Relation: Beziehung zwischen Entitäten
    Realisiert über Primär- und Fremdschlüssel

  • Datensatz (Tupel): Eine Tabellenzeile


Relationales Modell

  • Daten werden in Tabellen organisiert
  • Primärschlüssel (PK):
  • Eindeutige Identifikation eines Datensatzes
  • Fremdschlüssel (FK):
  • Verweis auf PK einer anderen Tabelle
  • Stellt Beziehung zwischen Tabellen her

Kardinalitäten

1:1 (Eins-zu-Eins)

  • Eine Entität gehört genau zu einer anderen
    Beispiel: Mitarbeiter – Firmenlaptop

1:N (Eins-zu-Viele)

  • Eine Entität kann mehrere andere besitzen
    Beispiel: Kunde – Bestellungen

N:M (Viele-zu-Viele)

  • Viele Entitäten stehen zu vielen anderen in Beziehung
    Beispiel: Teilnehmer – Kurse

→ Lösung: Zwischentabelle mit beiden Fremdschlüsseln


ER-Modell (Entity-Relationship-Modell)

Grafische Darstellung der Datenstruktur.

Elemente:

  • Rechtecke: Entitäten
  • Ellipsen: Attribute
  • Rauten: Beziehungen
  • Linien: Verbindungen
  • Zahlen: Kardinalitäten

Beispielstruktur

Entität: kunde - k_id (PK) - nachname - geb_datum

Entität: bestellung - b_id (PK) - datum

Beziehung: Ein Kunde hat mehrere Bestellungen (1:n).

ER-Modell


Warum Datenbanken wichtig sind

  • Strukturierte Speicherung großer Datenmengen
  • Sicherstellung der Datenintegrität
  • Schneller Zugriff auf Informationen
  • Zugriffskontrolle und Rechteverwaltung

Schritte der Datenbank-Modellierung

  1. Anforderungsanalyse
  2. Konzeptionelle Modellierung (ER-Modell)
  3. Logische Modellierung (Tabellen)
  4. Physische Modellierung (DBMS-Implementierung)

Normalisierung

Optimierung der Tabellenstruktur zur Vermeidung von Redundanzen und Anomalien.

  • 1NF: Nur atomare Werte
  • 2NF: Keine partiellen Abhängigkeiten
  • 3NF: Keine transitiven Abhängigkeiten